27.11.2020

Förderprogramme des Bundes zur Corona-Hilfe im Überblick

Fördermonate September bis Dezember 2020:
Überbrückungshilfe II

Die zweite Phase der Überbrückungshilfe ist am 21.10.2020 gestartet. Die Antragstellung ist ausschließlich durch prüfende Dritte (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte) bis zum 31.01.2021 möglich. Sie ist für Unternehmen aller Branchen im Haupterwerb und unabhängig von der Anzahl der Mitarbeiter möglich. Abweichend davon gibt einige Ausschlusskriterien, die in den ergänzende Hinweisen nachzulesen sind. Für die Antragstellung wird das Zutreffen von mindestens einem der beiden folgenden Punkte voraussetzt:
  • Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum. (Bei nach dem Juni 2019 gegründeten Unternehmen werden dabei die Vergleichsmonate November und Dezember 2019 herangezogen.)
  • Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Die maximale Förderung beträgt 50.000 Euro pro Monat. Erstattet werden bis zu 70 Prozent der förderfähigen Fixkosten. Unternehmerlohn ist nicht förderfähig.
Einzelheiten zur Überbrückungshilfe II sind in den FAQs nachzulesen. Antragsberechtigung und Unterstützungshöhe können hier in einem Vorab-Check unverbindlich geprüft bzw. berechnet werden. Anträge werden durch die prüfenden Dritten über die bundeseinheitliche Plattform ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de ausschließlich in digitaler Form gestellt. 


Außerordentliche Wirtschaftshilfe / Novemberhilfe

Die umfassende Unterstützung der Novemberhilfe ist besonders darauf gerichtet, direkt und indirekt von der befristeten Schließung im November betroffene Unternehmen zu unterstützen.
Antragsberechtigt sind Unternehmen: 
  • die auf der Grundlage des Regierungsbeschluss vom 28. Oktober von der Schließung betroffen sind.
  • Indirekt betroffene Unternehmen anderer Branchen, die nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit den direkt betroffenen Unternehmen erzielen.  
Höhe des Zuschusses:
  • beträgt 75 Prozent des Umsatzes vom Vergleichsmonat, wobei weitere Hilfen für diesen Zeitraum verrechnet werden.
  • Die trotz Schließung erzielten Umsätze bleiben unberücksichtigt, sofern sie 25 Prozent des Vergleichsumsatzes nicht übersteigen.
  • Die Hilfe wird gezahlt für die tatsächliche Dauer der Corona-bedingten Schließung.
Damit das Geld für Unternehmen schneller verfügbar ist, hat man sich auf Abschlagszahlungen für Soloselbständige bis zu 5.000 € und für andere Unternehmen bis zu 10.000 € verständigt. Anträge werden durch die prüfenden Dritten über die bundeseinheitliche Plattform ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de ebenso wie die Schlussabrechnung ausschließlich in digitaler Form gestellt. 
Für Soloselbständige (also ohne Mitarbeiter), die bisher keine Überbrückungshilfe beantragt haben und deren beantragter Zuschuss 5.000 € nicht überschreitet, ist die Antragstellung über die bundeseinheitliche Plattform ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de direkt und ohne prüfende Dritte möglich. Zwingend erforderlich ist dafür ein ELSTER-Zertifikat.


Fördermonate Januar bis Juni 2021: Überbrückungshilfe III und Neustarthilfe

Die bisherige Erstattung der Fixkosten wie in der Überbrückungshilfe II wird ergänzt um eine einmalige Betriebskostenpauschale, der sogenannten Neustarthilfe. Damit können Soloselbständige mit Umsatzeinbrüchen, die im Rahmen der Überbrückungshilfen keine Fixkosten gelten machen konnten, einmalig 25 Prozent des Umsatzes des entsprechenden Zeitraum 2019 erhalten. 
 
 
Quelle: www.ihk-Ostbrandenburg.de