22.08.2018

Der Brexit sorgt in der Wirtschaft für Unruhe. Auch deutsche Selbstständige, die ihr Unternehmen in der britischen Rechtsform einer Limited gegründet haben, fragen sich zu Recht, wie es

Akuter Handlungsbedarf besteht derzeit nicht, so Prof. Dr. Tim Drygala, Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht an der Universität Leipzig, in der Legal Tribune Online. Denn noch ist Großbritannien nicht aus der EU ausgetreten. Beantragt Großbritannien den Austritt nach Art. 50 EU-Vertrag, folgt eine zweijährige Verhandlungsphase. Auch während dieser Verhandlungsphase können sich Gesellschaften mit britischer Rechtsform auf die Niederlassungsfreiheit nach Art. 49 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union berufen, so Drygala weiter.

Aber auch nach Abschluss der Austrittsverhandlungen muss sich die Rechtslage nicht zwangsläufig ändern. Dies ist zumindest der Fall, wenn das Austrittsabkommen eine mit der Niederlassungsfreiheit des Art. 49 AEUV vergleichbare Regelung enthält. Kommt aber keine Einigung in Sachen Niederlassungsfreiheit zustande, müssten neu gegründete Limiteds mit Verwaltungssitz in Deutschland nicht mehr anerkannt werden. Für bestehende Limiteds werden in einem solchen Fall aber Übergangsfristen für den Rechtsformwechsel festgelegt werden, so Drygala.

 

Quelle: www.Startothek.de